Im vergangenen Sommer durfte ich gemeinsam mit Claudia Mocker unsere erste Frauenzeit gestalten.
Wenn ich an dieses Wochenende zurückdenke, denke ich nicht zuerst an einzelne Programmpunkte. Ich denke an das Gefühl, das entstanden ist. An einen Raum, in dem Frauen sich begegnen konnten – ohne etwas leisten oder darstellen zu müssen.
Einen Raum voller Verbindung, Kreativität und Gemeinschaft.
Wir haben gemeinsam, von Claudia angeleitet, eine Biodanza-Reise getanzt, Kakao geteilt, kreativ gestaltet, Massagen ausgetauscht, in Sharingkreisen zugehört und gesprochen und mit gutem Essen unsere Körper genährt. Jede dieser Erfahrungen war wertvoll für sich. Doch ihre eigentliche Kraft entstand durch das, was dazwischen passierte: Begegnungen. Gespräche. Gemeinsames Lachen. Stille. Das Gefühl, getragen zu sein.
Solche Räume zu gestalten, liegt mir am Herzen – vor allem weil wir in einer Gesellschaft leben, in der Gemeinschaft oft verloren geht. Viele Frauen tragen täglich Verantwortung für Familie, Arbeit oder andere Menschen. Sich selbst in einer Gemeinschaft erleben zu dürfen, ohne funktionieren zu müssen, ist etwas sehr Kostbares.
Mich berührt immer wieder, wie schnell Vertrauen entstehen kann, wenn ein Raum achtsam gehalten wird. Fremde Frauen sitzen gemeinsam am Tisch, teilen Geschichten, berühren sich in Massagen, tanzen miteinander – und gehen wenige Tage später mit dem Gefühl auseinander, sich wirklich begegnet zu sein.
Gemeinsam mit Claudia solche Räume zu gestalten, fühlt sich für mich sehr stimmig an.
Wenn ich an Claudia denke, verbinde ich sie mit einer weichen, lebendigen Weiblichkeit. Mit Tanz und Bewegung. Mit Kreativität und der Fähigkeit, Menschen spielerisch miteinander in Verbindung zu bringen. Ich denke an ihre tiefe Verbundenheit mit Kakao, an ihre Leidenschaft für Rituale und daran, wie selbstverständlich sie Räume schafft, in denen Menschen sich gesehen fühlen.
Uns verbindet die Liebe zur Berührung.
Gemeinsam gestalten wir unter anderem Vier-Hand- und Paarmassagerituale mit Kakao – Erfahrungen, in denen Berührung, Achtsamkeit und Begegnung miteinander verschmelzen. Obwohl wir unterschiedliche Qualitäten mitbringen, ergänzen sie sich auf eine Weise, die sich leicht und natürlich anfühlt.
Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Frauenzeit – auf neue Begegnungen, bekannte Gesichter und darauf, wieder einen Raum entstehen zu lassen, in dem Gemeinschaft wachsen darf.



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