Manche Projekte entstehen nicht am Schreibtisch – sondern aus Begegnungen, gemeinsamen Werten und dem Wunsch, etwas in die Welt zu bringen, das lange gefehlt hat. Genau so ist unser erstes Lomi Hapai Seminar entstanden, das ich im vergangenen Jahr gemeinsam mit Anja Goralski entwickelt und begleitet habe.
Lomi Hapai verbindet die Berührungskunst der hawaiianisch inspirierten Lomi-Massage mit einem fundierten Wissen rund um Schwangerschaft und Wochenbett.
Für diesen ersten Kurs kamen 13 wundervolle Teilnehmerinnen zusammen. Über mehrere Tage entstand ein Raum, in dem gelernt, geforscht, gelacht, reflektiert und tief berührt wurde.
Ein besonderes Highlight des Kurses war, dass wir schwangere Frauen eingeladen haben, die sich für unsere praktischen Massageeinheiten zur Verfügung gestellt haben. Dadurch wurde das Gelernte lebendig: Die Teilnehmerinnen konnten nicht nur Techniken üben, sondern direkt erfahren, was es bedeutet, eine schwangere Frau achtsam zu berühren, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und einen sicheren Raum für sie zu schaffen.
Es hat mich tief berührt zu sehen, wie viel Verbindung dabei entstanden ist. Wie die Teilnehmerinnen sich gegenseitig unterstützt, voneinander gelernt und gemeinsam gewachsen sind. Wie aus einer Gruppe von Menschen ein Raum voller Vertrauen entstanden ist – ein Raum, in dem Wissen weitergegeben wurde, aber auch persönliche Erfahrungen, Fragen und Emotionen ihren Platz haben durften.
Denn für mich bedeutet Begleitung in der Schwangerschaft so viel mehr als das Erlernen von Massagetechniken. Es geht darum, Frauen in einer Zeit des Übergangs bewusst wahrzunehmen. Darum, Sicherheit zu geben, Vertrauen zu stärken und einen Moment zu schaffen, in dem eine Frau ganz bei sich ankommen darf.
Ein großer Teil dieser besonderen Atmosphäre entstand durch die Zusammenarbeit mit Anja Goralski und der Hebamme Anima Schmitz-Salue, die viel fachliche Ergänzung mit in den Kurs hat einfließen lassen.
Anja Goralski ist für mich eine außergewöhnliche Lehrerin und Begleiterin. Sie hat sich auf Hawaii in der Lomi-Arbeit ausbilden lassen und verbindet dieses Wissen mit ihrer langjährigen Erfahrung als Körperarbeiterin, ihrer Arbeit als Atemtherapeutin und ihrem besonderen Gespür für Menschen und Gruppenprozesse. Sie schafft Räume, in denen Lernen nicht nur über den Kopf geschieht, sondern über Erfahrung, Begegnung und Verbindung.
Die Lomi Ausbildung Berlin, ihr Herzensprojekt, bringt genau diese Werte in die Welt. Sie ist ein Ort, an dem Menschen nicht nur Massagetechniken lernen, sondern eine Haltung von Achtsamkeit, Respekt und Verbundenheit entwickeln können. Auch mein eigener Weg ist stark davon geprägt: Dort durfte ich meine Lomi-Ausbildung machen, und die Erfahrungen, Begegnungen und Werte daraus begleiten mich bis heute in meiner Arbeit.
Anima Schmitz-Salue hat als Hebamme mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem fundierten Fachwissen einen wertvollen Teil zum Kurs beigetragen. Ihre Perspektive aus der Hebammenarbeit hat die Verbindung zwischen Körperarbeit, Schwangerschaft und fachlicher Begleitung bereichert und gezeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher Blick auf diese besondere Lebensphase ist.
Das Thema Schwangerschaftsmassage liegt mir persönlich sehr am Herzen. Während meiner eigenen Schwangerschaft durfte ich selbst erfahren, wie wertvoll achtsame Berührung sein kann. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie viel Unsicherheit rund um dieses Thema existiert und wie wichtig es ist, dass Menschen fundiert, sicher und mit viel Feingefühl in diesem Bereich arbeiten.
Eine Schwangerschaft ist eine Zeit großer Veränderung. Der Körper verändert sich, eine neue Beziehung entsteht und eine Frau bewegt sich auf einen tiefgreifenden Übergang zu. Diese Zeit mit achtsamer Berührung zu begleiten, empfinde ich als ein großes Geschenk.
Ich bin sehr dankbar, diesen ersten Lomi Hapai Kurs gemeinsam mit Anja, Anima und all den wundervollen Teilnehmerinnen gestaltet zu haben. Es war ein Raum voller Lernen, Verbindung und Inspiration – und ich freue mich darauf, diese Arbeit weiter wachsen zu sehen.



Schreibe einen Kommentar